Maxime am 26. October, 2006
Vorerst möchte ich mich herzlich für die Berichte von Maike (Bremen) und Huan (München) Sarah (Freising) bezüglich der Umzüge bedanken.
Da ich „nur“ innerhalb der Hansestadt umgezogen bin, und dies nicht so spektakulär ist, schreibe ich auch etwas über meine anfänglichen Zweifel & Verzweiflungen.
Es war eines Freitagnachmittag, wo Timo so freundlich war, direkt nach einem arbeitsintensiven Tag nach Othmarschen zu fahren, um mit mir meine 6 Umzugskartons in sein Volvo zu laden, wovon 60% Textilien waren ^^. Von Othmarschen nach Rissen – ca 30min. Dort angekommen nahmen wir ein Paar Dinge in die Hand. Meiner einer wollte aus Bequemlichkeit den Fahrstuhl nehmen. Timo? Nein, den bekommen keine 10Pferde in einen Fahrstuhl – vor allem nicht bei Baujahr: 1968. Obwohl er eher derjenige ist, der jeden Gang zur Toilette zu anstrengend findet, zog er die Treppen vor – RespektJ. –
Ein paar Minuten später kam noch Jacek vorbei um mit anzupacken. Nach kurzer Zeit des Tragens waren wir fertig. Fertig im doppelten Sinne. Irgendwie wollte sich die Wohnung nicht von der gemütlichen Seite zeigen. Alles lag herum, und Timo fing schon an zu fragen was ich denn hier alleine wolle. Alles so kahl, kalt und ohne Internet. Ich wurde immer unglücklicher – vor allem als ich anschließend ganz einsam an dem ersten Freitagabend hier war, und noch von einigen auf meinem Handy Angerufen wurde, warum ich nicht Lust hätte mich zu treffen. Ich verneinte, was mir später zum Verhängnis wurde. Ich legte mich um 1 Uhr schlafen. 3 Stunden später klingelte es an der Tür. Ich wunderte mich halb schlafend weshalb ich diesen Klingelton nicht kannte. – Nun wurde ich wacher … achjaaa, ich bin ja umgezogen. Diese Türklingel hat so einen penetranten lauten Ton, dass ich garantieren kann alle Nachbarn (unter mir, neben mir links und rechts, sowie über mir) aus ihrer Traumwelt unsanft katapultiert zu haben. Weshalb gebe ich
MIR die Schuld? Die liegt ja wohl eher bei der Person die es wagt um diese Uhrzeit (4 Uhr morgens) mich aus meinen Federn zu jagen, wobei zu bedenken ist, dass ich am Folgetag arbeiten musste. Eine Minute später klingelte mein Handy. Es war Mareks Nummer. Ich hab nicht einmal im Traum dran gedacht abzunehmen. Es klingelte und klingelte. Sowohl die Haustür, als auch mein Handy. Wenn ich abnehmen/aufmachen würde, würden die Nachbarn gleich einen schlechten Eindruck von mir haben, und wohl den Vermieter verständigen. Ich entschied mich einfach die Decke über mich zu ziehen, und auf schönere Zeiten zu hoffen. Plötzlich vernahm ich ein Gebrüll, und dann ruhe. Ruhe …. bis zum morgen um 6:10Uhr. Nein, da klingelte nicht der Wecker, sondern eine brüllende Person. Sie schrie genau: „Europa muss Judenfrei gemacht werden“ und noch mehr solcher schrecklichen dinge! – Alles andere als Koscher! Wenn ihr glaubt, dass es der einzige Tag war / ist, dann muss ich euch enttäuschen. Er macht es täglich, auch
an feiertagen. Es ist einfach nicht zum aushalten. Der Inhalt seines Gebrülls ist eigentlich immer derselbe. Er meckert über judenschweine, Frauen die alle dieselben Schweine seien. MUSS man als Nachbar sich so was reinziehen??? Man kann ihn ja schlecht stummschalten! Nach internen Informationen, macht er dies schon Jahre, und keiner beschwert sich! Ich werde mal gucken was sich bezüglich einer Mietminderung machen lässt.
Ansonsten bin ich hochzufrieden mit meiner kleinen Bude! Ihr könnt wochentags ab 19 Uhr gerne vorbei kommen
Das sag ich nur, weil ich extrem weit weg vom Schuss wohne, und fast keiner sich freiwillig den Weg machen würde! Ich sage: „fast“ :o) – Die Einweihung kommt per Mail zugeflattert, ob ihr wollt oder nicht
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